Eigentlich sollte man jedes Schmuckstück einmal im Jahr zur Pflege und Überholung dem Goldschmied anvertrauen. Wollen Sie aber zwischendurch die Pflege doch einmal selbst vornehmen, hier einige Tipps:

Der Schmuck kann am Besten in einem Bad aus warmem bis heißem Wasser und einem Zusatz aus mildem Spülmittel gereinigt werden. Zum Bürsten eignet sich eine weiche Zahnbürste.
     Bei der Wahl des Spülmittels ist darauf zu achten, kein Spülmittel mit ätherischen
     Ölen oder gar Balsam zu verwenden. (Zitrusöle z.B. lassen Schmuck oft anlaufen
     und. Balsame hinterlassen oft unansehnliche Schlieren).

Nach dem Reinigen ist es wichtig ausgiebig und gründlich mit klarem Wasser abzuspülen.
     Bitte vergessen Sie nicht, vorher den Abfluss des Waschbeckens zu schließen, falls
     Steine herausfallen sollten.

Abtrocknen kann man mit einem weichen Leinentuch. Alles was fusselt (wie Watte, etc.) oder Tücher mit Schlingen (wie Frotteware) ist nicht geeignet.

Das Risiko, gefasste Steine selbst zu reinigen, sollte nicht unterschätzt werden. Der Diamant ist problemlos, aber wissen Sie hundertprozentig ob Ihr Rubin auch wirklich ein ganzer Rubin ist; ob Ihr Smaragd auch nicht getaucht oder anders behandelt ist???

Finger weg von Opalen (höchstens mit klarem Wasser behandeln!), von allen Dubletten, Tripletten oder Strass. Ebenso heikel sind Smaragd, Türkis, Lapislazuli und Perlen – um nur einige zu nennen. Solche Steine sind schneller beschädigt als gereinigt

Bei altem oder oft getragenem Schmuck sollte der Goldschmied in jedem Fall die Fassungen überprüfen. Wie so oft: Vorsicht ist besser als Nachsicht. Am besten machen Sie sich eine einfache Grundregel zu eigen:
Einfacher Gold-, Silber- und Platinschmuck kann selbst gereinigt werden, auch gut gefasster, nicht gar zu alter Diamantschmuck. Bei allen anderen Steinen sollten Sie zumindest fachmännischen Rat einholen.

Bei angelaufenem Goldschmuck hilft meist nur eine komplette Aufarbeitung durch Ihren Goldschmied. Bei angelaufenem Silberschmuck ist auf galvanische Salzbäder zurückzugreifen (Metallplatten + Salz). - Wir sprechen hier natürlich von Schmuck ohne Steine-.

Wir warnen grundsätzlich vor dem Gebrauch von Zahnpasta, Scheuermilch oder ähnlichem, da diese meist Schleifkörper und Ätherische Öle enthalten. Auch von Gebissreiniger raten wir ab. Die im Handel angebotenen Silberbäder sind auch nicht unproblematisch: die enthaltenen Chemikalien schaden oft nicht nur der Haut, sondern auch der Umwelt. ( viele Steine, vor allem Perlen, werden durch diese Bäder angegriffen).

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